Abgeschickt von Martin am 01 Maerz, 2008 um 20:50:25
Antwort auf: Re: Ironie und Sarkasmus von Nick am 01 Maerz, 2008 um 19:18:27:
Hi Nick.
Ich wiedersprech Dir ja gar nicht. Und genauso wie Du habe ich das mit den angefasten CD Kanten einfach mal auspobiert. Bzw. ich war bei meinem HiFi Händler, der hatte so ein Ding, und ich hatte - wie gesagt - eine CD doppelt. Die Clapton Unplugged. Weiss der Teufel, wieso ich die doppelt hatte/ habe, aber dadurch war der Schritt die CD zu opfern relativ klein. Und siehe da, es war eine wirklich grosse Hammer-Erfahrung mit AHA-Effekt. Ich finde diese - ebenfalls in der Presse damals hochgelobte - Einspielung eigentlich eine mittlere Katastrophe. Sie ist digital hart, nicht räumlich und man weiss nicht, ob das dort gezupfte Instrument eine Akustik-Gitarre oder eine Steelguiter ist (eine kleine Übertreibung). NACH dem anfasen und schwärzen der Kante wurde die Aufnahme wirklich dramatisch dreidimensionaler, das Publikum war jetzt deutlich von dem Clapton und seiner Band differenziert und abgesetzt, und - ganz entscheidend - man konnte auf einemal hören dass es sich doch tatsächlich um eine Akustik-Gitarre handelt, die Herr Clapton da zupft. Es ist wirklich ein gewaltiger Unterschied. Einziges Problem bei der ganzen Geschichte: Es hat aus meiner Sicht was fürchterlich destruktives seine CD mit einer Schneidsichel am Rand mit einem 38° Winkel anzunagen. Zudem soll es auch Spieler geben, die eine solche CD dann nicht mehr abspielen mögen.
Und wie gesagt, ich habe die CD doppelt und kann immer vergleichen. Zudem habe ich dann mal probiert wie das ist, wen man nur die Aussenkante der CD mit einem Edding schwärzt. Nee. Bringt nix. Wird marignal weicher der Klang, aber die Tiefenstaffelung wird keinen Deut besser. Also, ich habe es ausprobiert. Und es ist kein Voodoo. Nur ziemlich destruktiv. Kostet sozusagen Überwindung. Aber es lohnt sich.
Wenn Du von Stromkabeln, Sicherungen und Steckdosen erzählst... nun, bei Feinsicherungen kann ich im Grunde nicht mitreden. Auch nicht mit einer separaten Stromleitung von dem Hausverteiler zur Anlage. Was hat das gebracht und warum hat das was gebracht? Das würde mich mal interessieren.
Ob eine Steckerleiste einen Einfluss hat, und ob die irgendwie unterschiedlich klingen, das kann ich auch nicht sagen. Ich habe das Problem im Grunde elegant umschifft, da ich eine PS-Audio Powerplant als "Steckerleiste" habe. *ups* schon wieder so ein Voodoo-Teil. (sorry Nicki) Aber da muss ich Dir (leider) sagen, dass die Stromkabel sehr wohl einen klanglichen Einfluss haben (ich höre die Leute gerade aufschreien). Allerdings muss ich ganz deutlich unterstreichen, dass der Unterschied bei den Kabeln mit meinem alten Transistor-Verstärker deutlich grösser waren, als mit den Röhren-Endstufen. Warum auch immer. Jetzt habe ich aber die Kabel, also behalte ich sie. Schaden tut es nun auch nicht mehr. Auf jeden Fall hat es mir gezeigt, dass Tuning-Massnahmen sehr, sehr stark von den Komponenten abhängen. Es gibt kein RICHTIG oder FALSCH. Und so ist es auch mit den Kabeln. Während bei dem einen Kabel X vielleicht der absolute Oberknaller ist, klingt das gleiche Kabel in einer anderen Anlage vielleicht überhaupt nicht gut. Oder man hört überhaupt keinen Unterschied. Ist halt so. Aber deshalb ist ein Kabel nicht grundsätzlich Blödsinn oder Voodoo-Mumpitz.
Also, lass mal hören. Mit dem Strom. Das interessiert mich.
Gruss
Martin