Abgeschickt von Michael am 20 Januar, 2008 um 11:51:06:
Antwort auf: Re: Bösendorfer an Octave von Martin am 20 Januar, 2008 um 00:35:19:
Hallo Martin,
Klangwahrnehmung ist eine zutiefst individuelle Angelegenheit, das ist nun mal meine feste Überzeugung. Deswegen fällt es mir auch nicht leicht, deine nachvollziehbaren Fragen zu beantworten.
Ob es meine Kette tatsächlich schafft, Schimmel, Bösendorfer, Steinway direkt meinem Hörraum zu holen? Ich kann nur maximal antworten, dass die Kette dies in der aktuellen Kombination nach meinem Höreindruck besser schafft (z.B. die klassische Klavierliteratur von Bach, Beethoven, Chopin, Liszt aber auch Prokovief und Schönberg). Life ist life, das habe ich vor ein paar Tagen wieder in der Oper gemerkt. Das ist eine eigene, unverwechselbare Qualität. Wir können uns mit unseren Geräten nur so nahe wie möglich an dieses Life-Erlebnis heranarbeiten.
Da steht jetzt der Flügel im Raum, saubere Anschläge, schnelle Läufe, irgendwie müheloser als früher, perlender, ein feines Nachschwingen, all das kommt, wenn die Aufnahmen entsprechend sind. Allerdings traue ich mich (noch?) nicht das Fabrikat herauszuhören. Das können manche, ich weiß. Manche Aufnahmen sind mir inzwischen etwas fremd geworden, die eine oder andere ist sogar (wie im Grunde zu erwarten war) schlicht „abgefallen“, weil sie flacher geworden ist, dünn einfach. Die Bösendorfer ist in meiner Kombination hier schlicht gnadenlos.
Am besten, du hörst selbst. Das ist immer noch der beste Zugang. Die Wiener werden dir sicher einen Tip geben, wo der für dich nächste Bosendorfer-Lautsprecher steht. München ist im süddeutschen Raum eine Option. Dort gibt es jemanden, der Bösendorfer vertreibt.
Einen schönen Sonntag, hier ist Traumwetter!
Grüße
Michael
PS Zu meiner Kette siehe Mail von vorhin.