Abgeschickt von Nicki am 21 August, 2007 um 11:00:20
Hallo Octavianer,
ich betreibe seit einem halben Jahr einen V70 mit ext. Standard-BB und KT88 EH (z.Zt. Originalbestückung bei OCTAVE/V70) für die Endstufen. Wenn die Ausfallquote
vernachlässigbar sein sollte, das kann wohl hier nur Herr Hofmann beantworten, dann sind aus meiner Sicht russ. KT88 EHs wirklich zu empfehlen. Die Arbeitspunkte
haben sich nach einmaliger Justage quasi bis heute nicht verschoben. Tonal ist die Röhre meiner Meinung hervorragend. Sie spielt offen, zeichnet sehr schöne Mitten, klare Höhen (niemals schrill) und hat ein überzeugendes Bassfundament, welches sich jedoch nicht "überschlägt" und präzise daherkommt. Die Einspielzeit erachte ich als nicht lang. Da hatte ich schon andere Erfahrungen sammeln können. Die KT88 EH
zeigt von Beginn an ihren Charakter, der auch weitgehens erhalten bleibt.
Anfangs habe ich ohne ext. BB gehört. Nun ist die BB seit längerer Zeit angeschlossen. Nach nun längerem intensiven Musikhören kann ich für mich sagen, dass die ext. BB auch aus klanglicher Sicht Sinn macht. Für mich erscheint das Klangbild noch offener, souveräner,
ohne das jeodch ein Gefühl einer Effekthascherei aufkommt. Ich "bilde" mir auch ein, dass der
Grundtonbereich noch ein wenig mehr an Präsenz gewinnt. wer Wunder erwartet, oder gar dramatsiche
Veränderungen, der macht sich falsche Hoffnungen. Dazu spielt der V70 schon als "Solo-Gerät" zu überzeugend auf. Jedoch ist für mich die ext. BB ein optionales Feature, das seine Berechtigung hat und ich nicht mehr missen möchte!
In dieser Konfiguration tut sich nun doch ein kleines "Problemchen" auf. Durch das gesetztere
Klangbild hat der Tiefton an Nuancen gelitten. Dies ist nicht bei jeder Musik sofort detektierbar,
jedoch fehlt jetzt ab und an ein Quentchen Spritzigkeit im Bass. Schwer zu beschreiben. Es ist
zeitweise ein wenig zu rund; vielleicht trifft es das. Am Raum und den Lautsprechern ist nichts mehr zu verändern; das entfällt. In der Vorstufe sitzen SEDs (ebenfalls Original), die nicht gerade als Weichzeichner gelten. Hier ist ein Lösungsansatz wohl kaum zu suchen. Es beleibt einzig der Endstufenbereich, der für ein 'Fine-Tuning' herhalten könnte. Kurzum: Hier denke ich über einen Wechsel zur 6550 nach. Die Frage ist, würde das Sinn machen. Ja ich weiß, probieren geht über studieren. Ich hatte seinerzeit mit den SEDs 6550 C (Winged) im V40 sehr gute Erfahrungen machen können. Ich wäre faßt geneigt zu sagen: Diese soll es wieder sein. Nun stellt sich aber die Frage, ob eine reine SED-Bestückung (Vor-/Endstufe) nicht doch zuviel des Guten wäre. Vielleicht
würde man sich dann im Gegenzug eine nicht gewollte Schärfe einhandeln. Die OCTAVES sind ja keine
Weichzeichner. Auf der anderen Seite (s.o) konnte ich die letzte Zeit nun sehr positive Erfahrungen
mit Electro Harmonix sammlen. Eine weitere Überlegung stellt sich an: Sollte ich bei Electro Harmonix
bleiben und deren 6550 EH zum Einsatz bringen? Ich weiß, eine nicht einfach zu beantwortende Frage.
Hat jemand von euch Erfahrungen mit einer EH 6550-Bestückung aus gegenwärtiger sammeln können.
Vielleicht sogar im Vergleich zu den SED 6550 Cs? Und wenn ja, was meint ihr. Wie sieht eure Empfehlung aus?
Anmerkung: Von den 'Tung Sol 6550 Reissue' liest man hin und wieder ware "Wunderdinge":
Tolle Höhen, überragende Mitten und staubtrockener Bass. Ich traue dem Frieden nicht. Gibt es hierzu von dem Einen oder Anderen Erfahrungen? Vielen Dank im Voraus!
Liebe Grüße
Nicki