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Abgeschickt von Nicki am 20 Februar, 2006 um 12:55:21

...oder klingen Kabel tatsächlich?


Immer wieder wird darüber philosophiert, und gar heftig gestritten, ob hochwertige High-End Kabel Einfluß auf den Klang einer Kette haben. Auch ich hatte in Vergangenheit so meine Zweifel und muß gestehen, dass ich mich in jüngster Vergangenheit eines Besseren habe belehren lassen müssen. Es gibt dutzende von techn. Ansätzen der jeweiligen Kabelhersteller, um den Klang einer Hifi-Anlage zu verbessern. Ich werde hier nicht darauf eingehen, da ich von den elektrotechn./physikalischen Zusammenhängen keine Ahnung habe. Deshalb an dieser Stelle keinerlei Spekulationen über Nonsens oder Berechtigung der einzelnen Verfahren.

Tatsache ist, dass ich im Zusammenhang mit einer Lautsprecherneuanschaffung, auch in neue und
hochwertigere NF-Chinchkabel investiert habe und nach längerer Einspeilzeit nun für mich mit Sicherheit sagen kann, dass Kabel doch erheblichen Einfluß auf den Klang einer Anlage haben können. Dies ist meine persönliche Erfahrung. Vorweg, ich habe keine Blindtests durchgeführt, sondern bin einfach umgestiegen. Jeder der meine Aussage diesbzgl. anzweifeln würde, soll dies tun.

Meine Intention ist es nicht hier eine hitzige
Diskussion anzufachen, sondern nur meine subjketive Erfahrung weiterzugeben; quasi als Anreiz es evtl. selbst auszuprobieren.

Um konkret zu werden: Ich habe meine alten FastAudio- gegen hochwertigere Kimber 'Timbre' nexgen CU Chinchkabel (m. 0110-WBT Stecker) getauscht. In Bezug auf Kimber gilt dies als'Einsteigerklasse'. Im Verbund mit einem älteren CDP NAD 540, einem V40/BB und den B&W 804 S, angeschlossen an Monitor Black&White 1002, (In-Akustik) ergibt das einen nicht zu unterschätzenden klanglichen Schub nach vorne. Es hat sich gezeigt, dass die Auflösung nochmals, und zwar nicht unerheblich, verbessert wurde soll heißen, bei guten Aufnahmen werden nun noch mehr Details transportiert, die voher nicht zu hören waren. In erster Linie profitieren die Frequnezübergänge vom MT zum HT. Die Abstufungen sind wesentlich besser zu vernehmen, ohne das die Musik aufhört zu fliessen. Das macht Freude. Auch der Bass wird knackiger, schneller,
ohne an Tiefe und Schub einzubüßen. Gerade diejenigen, die den B&W-Sound mögen, profitieren von mehr Präzision. Stimmen und Instrumente werden noch wesentlich besser in den Raum gestellt und ihre Positionen auf der virtuellen Bühne deutlich besser wiedergegeben. Sehr schön z.B. bei der CD:
Genius Loves Company zu hören. Die Duette gewinnen, stimmlich gesehen, um einges und die Instrumente werden wesentlich klarer abgegrenzt. Mehr räumliche Tiefe entsteht.

Bei recht guten Aufnahmen, wie z.B. die Scheibe 'Come Away With Me' von Norah Jones hat man den Eindruck, als habe man nun eine vorher nicht zu sehende Folie weggenommen. Tatsächlich ist das Zischeln, welches entsteht, wenn die Luft/Schallwellen den Mund der Künstlerin verlassen und auf das Mikrofon treffen, nun sehr deutlich zu vernehmen. Ich persönlich bin kein Analytikfanatiker, der jedes Bit und Byte eines Silberlings erhören muß. Mir ist der musikalische Fluß wesentlich wichtiger. Aber sauber und eindeutig sollen die Informationen schon transportiert werden. Und das
kann meiner Erfahrung nach das Kimber sehr gut, ohne zu hart zu sein. Abmischungen von Günter Pauler, wer kennt ihn nicht, (Stockfisch Records) kommen nun nochmal so gut. Einfach toll. Aber für mich ist ganz klar. Kein noch so gutes NF-/LS-Kabel kann mäßige Aufnahmen 'retten'. Was nicht da ist, kann nicht transportiert werden. Erwartet man dies, dann ist man maßlos enttäuscht. Aber haben sich die Tonmeister/innen Mühe geben und ein hochklassiges Produkt abgeliefert, was dieser Tage leider sehr selten ist, dann gewinnt man durch hochwertige Kabel um ein Vieles mehr. Ich persönlich erachte den Begriff Klang in diesem Zusammenhang etwas zwiespältig. Für mich klingt das Kabel eigentlich nicht.
Es transportiert eben gut, oder weniger gut und besitzt jenachdem härtere oder weicher Charakteristika.

Abschließend möchte ich nicht unerwähnt lassen, ebenso meine persönliche Meinung, dass die Preise für Kabel jedoch zu einem großen Teil übetrieben erscheinen. Egal ob man es sich leisten kann oder will. Locker kommt man in den vierstelligen Bereich, wenn man das möchte. Meiner Erfahrung nach niemals Kabel ohne Gerät kaufen. Mit ein wenig Verhandlungsgeschick bei einem Neukauf eines Gerätes, Dreingaben in Form von 'Naturalien' anstatt Rabatt stehen die meisten Hänlder sowieso positver gegenüber,lassen sich zwischen 30-40% vom U.V.P. sparen. Das ist kein Witz. Hier scheinen die Margen noch einges herzugeben und würde meine These auch unterstreichen. Dann erst lohnt sich das Geschäft. Aufgrund dessen kann ich es mir nicht verkneifen zu erwähnen, dass ich demgegenüber einen V40 schon als "Sonderschnäppchen" erachte. Aber bitte Herr Hofmann, dies war nun keine indirekte Aufforderung sofort die Preise ihrerseits zu erhöhen... ;-))

Viele Grüße
Nicki




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