Abgeschickt von Jürgen Reklies am 30 Dezember, 2007 um 17:21:57:
Antwort auf: kABEL von Martin Lettmann am 15 Maerz, 2006 um 00:15:39:

Zum Thema Kabel gibt es viel zu sagen.
Erstmal herzlichen Glückwunsch mit den Supra-Kabeln. Auch ich benutze nach langer Suche und vielen Irrtümern diese Kabel (Srom-,LS- und NF) und bin endlich richtig zufrieden.
Sicherlich ist das schon einigen so ergangen:
Man hat irgendwelche "Beipackstrippen" an der Anlage und liest etwas über Klangunterschiede bei Kabeln.
Natürlich vollkommener Blödsinn, sagt man sich. Da fliest doch nur Strom durch und Kupfer ist Kupfer. Brennt denn ein Glühbirne mit einem anderen Stromkabel besser?
Aber der Mensch ist von Natur aus neugierig, der Spieltrieb geweckt. Und sieh da, vielleicht Monate später, das neu erworbene Kabel lässt die Musik tatsächlich verändert aus den Boxen strömen. Begeisterung - die aber nach einiger Zeit der Ernüchterung weicht, dass jetzt zwar vieles besser aber auch einiges um so deutlicher nervt. Die Suche geht weiter und weiter und weiter... Zwischenzeitlich werden CD-Player, Verstärker und/oder Boxen getauscht. Aber letztendlich bleibt imnmer ein ohrenfälliger Handlungsbedarf.
Was nützt einem die beste Auflösung, wenn die Musik dadurch viel zu scharf und höhenlastig ertönt? Was soll man mit einem gesteigerten Bassfundament, wenn man alles nur noch "rummst" und E-Bass und Kick-Drum nicht mehr zu orten sind?
Oder der Bassbereich dem Rest zeitlich "hinterherhinkt"?
Die lange Suche hat zum Glück aber auch einen Erkenntnisgewinn gebracht:
Kabel klingen an einer qualitativen Anlage wirklich mit.Da es aber zwischen den einzelnen Komponenten einer Musikanlage keine Abschlussnormierung wie in der Studiotechnik gibt, ist es auch kein Wunder, dass Kabel mit ihren unterschiedlichen Kapazitäten, Laufzeiten etc. in jeder Konfiguration "anders" klingen.
Die Suche nach der individuell richtigen Lösung, die auch beim Langzeithören glücklich macht, gleicht so einem Lotteriespiel. Und die Einsätze der Kabelhersteller sind hoch.
Eine Falle, in die man immer wieder tappt, sind die vermeintlichen positiven "Anpassungen" der Kabel, die aber bestehende Probleme zwischen den Geräten nur durche einen Effekt kaschieren. Für die etwas zu hell abgestimmte Anlage mit Miniboxen nehme man das "vollmundige" Boxenkabel. Der hochauflösende aber etwas kühl-zirpende CD-Player wird durch ein "warmes" Kabel erträglich gemacht usw. Dies gleicht nüchtern betrachtet dem Versuch, eine übel schmeckende Knorr/Maggie-Suppe mit edlen und sehr teuren Gewürzen aufwerten zu wollen.
Ich habe daher beschlossen, das Pferd quasi "von hinten" aufzuzäumen. Zuerst habe ich mich auf die Suche nach möglichst neutralen, effektfreien Kabeln gemacht, bevor ich mich mit neuen Komponenten beschäftigte.
Nach vielen Gesprächen, Hörproben und Recherchen blieben zwei sehr interassente Varianten in der engeren Wahl:
Zum Einen die "Postkabel" der RG Serie (RG142 für NF gibts z.B. hier: http://cgi.ebay.at/RG-142-Cinchkabel-mit-Neutrik-Steckern-NEU-RG142_W0QQitemZ330199050027QQihZ014QQcategoryZ22057QQcmdZViewItem) zum Anderen die Supra-Kabel.
Beides sehr neutrale, spannungsreiche und natürliche Kabeltypen, die für relativ "kleines" Geld zu haben sind und für sehr lange Zeit glücklich machen.
Wenn etwas nicht stimmig klingt, liegt das nun an den Geräten - nicht mehr an den Kabeln.
Die Kabel-Suche hat für mich ein glückliches Ende gefunden.