Re: EL34 auch an V70?


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Abgeschickt von Andreas Hofmann am 12 Dezember, 2007 um 21:23:35:

Antwort auf: EL34 auch an V70? von Nicki am 10 Dezember, 2007 um 08:48:53:

Hallo Nicki,

grundsätzlich kann die EL 34 im V 70 wie auch im V 80 eingesetzt werden.
Wird allerdings ein LS mit sehr niedriger Impedanz eingesetzt kann es bei Vollaussteuerung gegebenenfalls zur leichten Überlastung der Endröhren kommen. Da es sich hierbei aber in der Regel um Musikaussteuerung mit dementsprechend kurzer Spitzenleistung handelt, wird kaum eine der EL 34 ein Schaden davontragen. Diese Problematik trifft also definitiv nur auf echte Lauthörer zu. Bei den teilweise eingesetzten Alternativröhren Typ 5881, 6 L 6 sollte man aber doch etwas vorsichtiger sein. Diese Röhrchen haben noch weniger Anodenverlustleistung, sie sollten daher wirklich nur in Verbindung mit Normal LS ( Wirkungsgrad ab 88dB, Impedanz ab 3 Ohm ) eingesetzt werden. Die Impedanz an sich ist eigentlich der wichtigere Aspekt als der relativ aussagelose Wirkungsgrad. Der Wirkungsgrad an sich sagt ja nichts über den Strombedarf eines LS aus, die Impedanzkurve eines LS ist wesentlich aussagekräftiger. Manchmal wird in den Testberichten der Presse der Impdanzverlauf abgebildet. Kleine Impedanzeinbrüche bis in den Bereich 2 - 3 Ohm sind in der Regel unkritisch. Beitbandige 2 Ohm Einbrüche wie bei der Thiel CS 3.7, siehe Test Superboxen, Stereoplay 01-2008, sollten nachdenklich stimmen. Derartige Lautsprecher sollte man nicht mit Maximalpegel füttern, das ohmsche Gesetz Spannung durch Widerstand = Strom kann hier Anwendung finden. Eine 100 W / 4 Ohm Endstufe, die üblicherweise eine Ausgangsspnnung um 20 - 25 V abgibt muss an diesem LS demnach eine Strom von 10 - 12.5 A liefern ( das ist wirklich viel, die Endstufe gibt dann an 2 Ohm zwangsweise 200 W ab ) ). Und dass hier in einem Frequenzbereich in dem ohnehin der Leistungsmäßig größte spektrale Anteil der Musik liegt ( 100 Hz - 1 KHz ). Da werden viele Endstufen schlapp machen, also auch Transistorendstufen. Das nur als anschauliches Beispiel.
Diese Gesetzmäßigkeiten gelten natürlich auch für Röhrenendstufen, mit der Ausnahme dass eine Röhrenendstufe leider nicht einfach die doppelte Leistung an der halben Impedanz abgeben kann. Aber dieser Nachteil mus nicht wirklich ein Nachteil sein da so der maximale Ausgangsstrom begrenzt wird, somit kommt es nicht zu dem Overkill, dem eine Transistorendstufe zum Opfer fallen kann. Trotzdem wird die Röhre bei extremer Unterimpedanz natürlich ebenfalls stark belastet / überlastet , was im Einzelfall durchaus zum Ausfall der Endröhre führen kann. Unter anderem ist in unseren Endstufen auch deshalb die elektronische Sicherung eingebaut
(dem Besitzer ist ja nicht immer die Impedanzkurve seines LS gewärtig).

Viele Grüße

Andreas Hofmann





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