Abgeschickt von Nicki am 07 Dezember, 2007 um 18:56:19
Antwort auf: Re: Es bleibt: SV6550C ist No.1 von Nick am 07 Dezember, 2007 um 17:21:34:
Hallo Nick,
gerne beantworte ich dir deine Frage. Zwischen EH KT88 und ihrer Schwester EH 6550 waren hinsichtlich der räumlichen Abbildung keine Unterschiede auszumachen. Beide Bestückungen nahmen sich kaum etwas. Wie ich bereits versuchte mitzuteilen: Die EHs 6550 kommen einen Tick schlanker im Klangbild. Aber die Unterschiede waren an meinen LS kaum auszumachen. Das ist schon alles.
Ein Mehr an "Holographie" (Plastizität), oder auch als Staffelung bezeichnet, ist mit der Svetlana, gegenüber den EHs, eindeutig auszumachen. Vorsicht, ich sage es vorweg: Man sollte keine Wunder erwarten. Die Bühne wird nicht gleich zu einer Oper. Aber ich darf wahrheitsgemäß mitteilen, dass die einzelnen Instrumente und Stimmen wesentlich besser aufgelöst werden und somit deutlicher an die Plätze rücken, die der Tonmeister ihnen wohl angedacht hat. Durch das mehr an Auflösung, Transparenz und Dynamik der SEDs ist dies nicht verwunderlich. Ich höre die Bühne nicht unbedingt breiter, aber ein Mehr an (Tiefen-)Staffelung und Präzision ist auf jeden Fall gegeben. Das sogar ganz sicher!
Als Nichtelektroniker kann ich es mir auch nicht erklären. Das müßte Herr Hofmann himself, oder ein anderer Fachmann übernehmen, aber die SEDs =C= sind hier deutlich zu detektieren und einfach überlegen. Es hat für mich mitunter den Anschein, als ob die Octave'schen Vs für die Svetlanas geschaffen wurden. Bitte nichts hineininterpretieren. Mir liegt es fern zu hypen. Aber was ich schon am V40 erlebt habe bestätigt sich hier erneut. Nur eben noch intensiver, denn der V70 hat mehr Kraft und bekommt den B&Ws deutlich besser.
Von den momentanen Langzeitqualitäten kann ich nichts sagen. Einige sprechen von z.Zt. großen Qualitätsschwankungen bei SED =C=, da sie wohl wirtschaftlich am "Tropf hängen". Widerum andere konstatieren Chargen, die sie z.Zt. am Lager haben, als qualitativ hochwertig. Ich kann nur sagen, dass die Röhren meines erstandenen Sextetts
im Aufbau gut aussehen. Fassungen ohne Klappergeräusche und Gläser gerade aufgezogen. Produktionsjahr lt. Bedruckung 2006 - zum Vertrieb, bei dem ich die Röhren erstanden habe, habe ich Vertrauen. Was das Matching/die Selektion angeht, da kann ich keine Stellung nehmen. Jeder weiß was anderes, jeder macht etwas anderes. Das könnte wohl Herr Hofmann tun. Aber ich denke nicht das man das verlangen kann, denn er selbst verkauft Röhren und möchte sich über Vertriebswege verständlicherweise bestimmt nicht auslassen. Ich jedenfalls bin mit der klanglichen Eigenschaft sehr zufrieden. Wohlgemerkt in meiner Anwendung.
Ich kann nur hoffen, dass die Petersburger Russen uns erhalten beleiben. Die Machenschaften in Sachen 'Röhren' sind eine Philosophie für sich.
Im Übrigen hat Frank Reschke, der als 'Octavianer' hier auch postete, die gleichen Erfahrungen
schon vor mir machen können. Ich kann ihm nur beipflichten.
Viele Grüsse
Nicki