Vom Saulus zum (Röhren)Paulus


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Abgeschickt von Thomas Weiskam am 03 Oktober, 2007 um 20:14:05

Nein, nein !! Röhrengeräte sind nichts für mich. Nicht langzeitstabil, schwammig im Bass, haben die Lautsprecher nicht im Griff; habe ich noch ein Vorurteil vergessen ??? Bis vor einiger Zeit war das tatsächlich meine Meinung. Doch dann hörte ich eine Vor-Endkombi Oktave HP 500 + 130. Es ließ mich nachdenklich werden, was ich dort zu hören bekam.

Nun kam ich in diesen Tagen zu der Überlegung, meine Kette zu stärken.

Plattenspieler: Acustic Solid machine small mit Clearaudioarm und Shure V 15 an Phonovorstufe Trigon Vanguard.
CD-Player: Lindemann CD 1 SE
Vollverstärker: Audio Analgue Maestro
MD Rekorder: Sony MDS JA 30 ES
Lautsprecher: KEF 205

Als schwächstes, weil einbremsendes Glied, musste der Vollverstärker " dran glauben ". Also zum Händler meines Vertrauens (Studio 45 in Bremen),der auch Röhrengeräte vertreibt. Es wurde eine Hörsitzung vereinbart, bei der die neue KEF 205( ich besitze die Version mit Superhochtöner) einmal mit einer Audionet-Kette und einmal mit einer Kombi aus Oktace HP 300 + 280 + Blackbox befeuert wurde. Es war relativ schnell klar, dass das Bessere (Oktave) der Feind des Guten (Audionet) war. Also die Oktave-Kombi zum Probehören Zuhause eingepackt. Dort verschaffte ich mir einen letzten Eindruck, wie der Audio Analogue Maestro Katie Meluas neues klanglich perfektes Album 'Pictures' klingen lässt. Dann abstöpseln und Oktave Kombi anschließen, ein wenig warmlaufen lassen und Katie Melua ein zweites Mal gehört....
Wenn ich nun nach Worten suche wie, 'lässt einen Raum entstehen ',' stabiles Fundament ',' Stimme steht im Raum ',' Gitarren zerplatzen förmlich ', gibt das alles nicht wirklich das wieder, was in einem Satz zu sagen ist:

Die Oktave Kombi lässt Emotionen nachhaltig entstehen.

Das mag dem ein oder anderen etwas suspekt vorkommen, Röhrenfans wissen, was ich meine !!! Und wer glaubt, dass eine KEF 205 crispe oder vorlaute Höhen hat, der sollte sie mal mit einer guten Röhre verkuppeln....
Ich bin nun also stolzer Besitzer von Röhrengeräten, was bis vor kurzem für mich undenkbar war. Tatsächlich habe ich schon einige sehr gute und ebenso teure Transistorverstärker gehört, in der Summe aller Eigenschaften schaffen die meisten eben kein ' Gänsehautfeeling '. Und der Rest ist in fast allen Fällen unbezahlbar.
Zu erwähnen ist noch, dass es sich bei meinen neuen
' Schätzchen ' um Vorführeräte handelt und ich meinen Vollverstärker im Studio 45 in Zahlung geben konnte( meinen Dank an den Miteigentümer T. Kahle für die immer wieder tolle Zusammenarbeit ).
Und wer nun glaubt, dass meine Zeilen wie eine Werbung für den Octave-Denker, Herrn Hofmann, oder für mein Hifi-Studio, klingen, der hat gar nicht mal so unrecht. Ich kenne zwar Herrn Hofmann nicht, weiß aber inzwischen, dass es sich um jemanden handeln muss, der sein Handwerk offensichtlich hervorragend versteht( gleiches gilt eben auch für mein Highend-Studio) .
Zuletzt noch eine Bitte an Herrn Hofmann( so er denn dies liest):
Wie ich hörte, soll die schwarze Acrylglasfront in Zukunft nicht mehr gebaut werden. Für mich kaum zu glauben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es keine Kundschaft für diese tolle Optik mehr gibt. Bitte noch einmal nachdenken, Herr Hofmann !!!

Ein (Röhren)Paulus


Thomas Weiskam



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