Abgeschickt von Nicki am 27 August, 2006 um 09:01:33
Antwort auf: HiFi + Klang - Worauf es wirklich ankommt! von Frank Jonas am 26 August, 2006 um 19:45:31:
Hallo Frank,
jeder einzelne muß für sich entscheiden, wenn er denn die RA ins Auge gefaßt haben sollte, wie weit er hinsichtl. der Symbiose Akustik/Optik (Hörraum) gehen möchte. Jedenfalls Kompliment für Deinen Beitrag, dem ich mich bzgl. des Kerns seiner Aussage uneingeschränkt anschliessen möchte.
Viele Grüße
Nicki
: Nach 20 Jahren latenter Infektion mit dem Virus HiFi, nach Jahren des Ausprobierens, nach viel viel Geld, dass ich investierte und beim Verkauf nur zu einem Bruchteil wiedersah, da meine ich zu wissen, was wirklich wichtig ist.
: Es ist keine B+W 801 oder die Mark Levinson Kombi, die man sein eigen nennen muss, nein, es ist die Akustik.
: Ja, schlicht und einfach die Akustik, die Umgebung in der das Equipment aufspielen soll.
: Bis vor 12 Monaten wohnte ich in einer 90qm Mietwohnung mit schwimmend verlegtem Parkett.
: Die Geräte, die Lautsprecher, die Kabel – alles exakt das, was ich heute auch noch besitze:
: McIntosh MA 6900 (in Kürze V70 + SBB), Meridian G08, McIntosh MR78, Cabasse Koax Sytem.
: Und ich glaube, ich habe so ziemlich alles an Kabeln, Spikes, Racks ausprobiert, was es überhaupt gab.
: Dem Klang oder besser gesagt dem Parkett war nicht beizukommen.
: Keine Frage, es klang gut, aber in Relation zu dem, was es kostet, einfach unbefriedigend.
: Und jeder hüte sich davor, einen Couchtisch mit Glasplatte vor dem Sofa vor den Lautsprechern zu platzieren; das ist der audiophile Garaus!
: Das „AHA“ Erlebnis kam anlässlich eines Besuches eines Freundes, Werner Möhring, der in BI ein HiFi Studio unterhält.
: Komischerweise klangen da Anlagen, die einen Bruchteil meiner Anlage kosteten, so hervorragend, dass ich an meiner eigenen Wahrnehmung zweifelte.
: Werner hat die Räume komplett von W-vier einmessen/ausmessen lassen, einer Truppe hier vor Ort (Lemgo), die sich auf Akustik spezialisiert hat.
: Und exakt dieses Team beauftragte auch ich, denn meinen Neubau hatte ich weitestgehend schon HiFi konform geplant, will heißen, erst die Anlage virtuell aufgebaut, dann das Haus drum herum gebaut.
: Innen war ich noch flexibel.
: Es wurde einen ganzen Tag gemessen, Diagramme mit Nachhallzeiten erstellt, experimentiert und eine Woche später resümiert:
: Meine Deckenhöhe beträgt im EG 2,80 Meter; das Wohnzimmer mit offener Küche ist ca. 60qm und das Problem: Ich habe ca. 38qm Glasfläche!
: Ein Muss war daher die Akustikdecke von Knauf, die in acht Arbeitsgängen aufgetragen wird. Dadurch bildet sich eine ca. 3 cm dicke Schicht unter der Decke. Der Effekt einfach nur phänomenal.
: Und, ich liebe Parkett...aber es wurde aus o.g. Befall mit dem Virus ein Steinboden!
: Des Weiteren: Deckenhoch, in den Ecken hinter der Anlage, die PIU Absorber; über die mag man denken, was man will, aber sie sind absolut jeden Euro wert.
: Um die Optik einigermaßen im Rahmen des erträglichen zu halten, habe ich sie mit Stoff beziehen lasse. Das war - neben der neuen Handtasche - Auflage meiner Freundin!
: Dann hängen hier noch zwei Bilder in einer Größe von 1,20 x 1,80 die ebenfalls mit „Akustikschaum“ von hinten bearbeitet wurden.
: Zwischen LS und Hörplatz liegt ein 3 M x 3 M dicker, hochflooriger Schurwollteppich.
: Ein transparenter aber präsenter Stoff musste vor die großen Fenster, was mich dann auch beinahe die 2. Handtasche kostet. Aber anders geht es nicht. Glas ist Gift.
: Und nun...was soll ich schreiben...das Einmessen des Wohnraumes inkl. der daraus resultierenden Tipps und Hinweise kostete mal gerade so viel, wie ein sehr gutes HiFi Rack von Finite, dass nun überhaupt nicht mehr erforderlich ist, hat jedoch eine Wirkung, die mit noch so teuren HiFi Komponenten in meiner vorherigen Wohnung nicht zu erreichen gewesen wäre.