Abgeschickt von Balu am 13 August, 2006 um 10:50:56:
Antwort auf: V70+ KEF o. B+W von cooper am 11 August, 2006 um 17:04:39:
Guten Morgen,
die Diskussionen über „richtige“ Kombinationen von Audio-Komponenten und die Qualität im Engagement der Beiträge finde ich einerseits immer wieder recht spannend, wenngleich dabei aber regelmäßig deutlich wird, dass es „die richtige“ Kombination nicht gibt, (nicht nur) nach meiner Einschätzung doch gar nicht geben kann. Mich stören die verabsolutierenden Beiträge.
Nach meinem Verständnis geht es ums Hören und um die möglichst gute Wiedergabe von Musik. Hören ist eine individuelle und damit höchst subjektive Angelegenheit: was jemand hört, worauf jemand dabei besonders ach-tet, achten möchte, also wie jemand hört, und nicht zuletzt wo jemand (zuhause) hört. Hinzukommt, dass nicht wenige wohl auch die Erfahrung gemacht haben werden, dass sich das eigene Hören verändert, entwickelt – wie musikalische Vorlieben.
Daraus ziehe ich mehrere Schlüsse:
Zum Ersten, dass wir unserem EIGENEN Hören deutlich mehr trauen können (und sollten) und (nur) nach dem eigenen Hörerlebnis Audio-Komponenten auswählen. Viele Beiträge im Forum weisen in dieser Richtung: aus-probieren, ausprobieren und noch mal ausprobieren.
Zweitens: Jeder von uns hat demzufolge doch eigentlich „seine (derzeit) passende“ Kette, was Optimierungen mit Kabeln etc. nicht ausschließt, um noch mehr Hörerlebnis zu ermöglichen – dies aber wiederum auf der Basis von eigenen Hörproben. „Richtig“ oder „falsch“ kann es demnach m Grunde nicht geben,
Drittens: Ich zweifele (inzwischen) den Nutzen der in der Audiopresse veröffentlichten Testergebnisse mehr als an, sie interessieren mich nicht. Zugegebenermaßen nicht mehr, da ich mich anfangs an den Hitlisten der ein-schlägigen Audiozeitschriften orientieren wollte und die (Hör-)Erfahrung gemacht habe, dass diese letztlich für meine Wahl kaum maßgebliche Aussagekraft haben. Nicht wenige Bewertungen konnte ich schlicht und einfach nicht nachvollziehen.
Viertens: Empfehlungen von wem auch immer, Händler eingeschlossen, können folglich doch nur bedeuten, dass man die angesprochenen Komponenten vielleicht mal ins eigene Kalkül einbezieht, das eigene Hören (und das Budget) aber die alles entscheidende Meßlatte sind, es sei denn, dass man die fremde Empfehlung über das eigene Hören stellt - und Empfohlenes um der Empfehlung willen aufstellt.
Fünftens: Wertungen von wem auch immer, Händler eingeschlossen, können nur als sehr persönliche Hörein-drücke charakterisiert werden. Von mir als seriös eingestufte Audiozeitschriften verzichten auf die Vergabe von Punktwerten oder „Pulsfrequenzen“ (wie führer „LP“).
Grüße in die Runde
Balu