Abgeschickt von Andreas Hofmann am 22 Mai, 2006 um 13:57:53:
Antwort auf: BIAS Bereiche für V40 und V70 von Paolo am 21 Mai, 2006 um 13:10:45:
Hallo Paolo,
der v 40 und der V 70 unterscheiden sich ja in der Ausgangsleistung, dementsprechend läuft der V 70 mit höherer Anodenspannung und etwas höherem Ruhestrom. Verglichen mit Geräten ahnlicher Bauart anderer Hersteller laufen unsere Geräte mit eher niedrigen Ruhestrom. Dies wird unschwer auch an der Gesamtleistungsaufnahme deutlich. Meiner Erfahrung nach sind hohe Ruheströme, also mehr Class A, aus klanglicher Sicht Nonsens. Die Verzerrungen sinken auch nicht nennenswert, dies ist also kein Argument. Daher kann jeder den BIAS ( Ruhestrom )so einstellen wie es Ihm gefällt. Eine Überlastung, oder Fehleinstellung, ist nicht möglich wenn er innerhalb des "grünen" Fensters bleibt. Der obere grün / rote Grenzwert ist beim V 70 auch noch für die EL 34 akzeptabel. Die Endröhren werden natürlich wärmer, also die ideale Einstellung für die kalte Jahreszeit.
Eine ideale Einstellung gibt es nicht, die Lebensdauer der Endröhren hängt im Großen und Ganzen auch nur bedingt von der Höhe des Ruhestromes ab. Wesentlicher für die Lebensdauer ist die Qualität der Herstellung an sich.
Diese Kompatibilität gilt aber nur für die Geräte von uns ( mit Ausnahme der RE 280 MKII ), bei Röhrengeräten anderer Hersteller kann dies ganz anders sein. Im allgemeinen können bei Geräten unbekannter Endstufenkonfiguration keine derartigen Röhrenexperimente gemacht werden.
Noch kurz zum Thema V 70 plus KT 88, da der V 70 ja mehr leistung hat wird natürlich die Endröhre bei Vollaussteuerung mehr belastet, dies umsomehr je niederohmiger der Lautsprecher ist. Wenn also jemand dauerhaft Vollgas mit den ensprechenden Boxen fährt dann kann es schon sein dass Ihm eine EL 34 durchgeht. Rein theoretisch und auch praktisch kann die KT 88 mehr, aber statistisch betrachtet sind keine Häufungen zu beobachten.
Die Belastung mit Musik ist ja deutlich niedriger als z.B. die Belastung im Labor mit Sinus Dauerleistung.
Viele Grüße
Andreas Hofmann