Re: V40 - Wieviel BRUMM ist normal?


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Abgeschickt von Andreas Hofmann am 01 Maerz, 2005 um 10:01:42:

Antwort auf: Re: V40 - Wieviel BRUMM ist normal? von Rainer Rosskopf am 27 Februar, 2005 um 13:40:40:

Guten Tag Herr Rosskopf,

der Einschaltimpuls kommt nur vom Einschaltstrom des Netztransformators, dieser Impuls ist immer da. Der Deckel des v 50 ist aus Stahl, früher Aluminium, im Einschaltmoment schwingt das Stahlblech stark mit, bei Alu wäre nichts festzustellen. Dieser Impuls hängt vom Einschaltzeitpunkt ab. Abhängig von der Amplitude der Netzspannung, Nulldurchlauf oder Sinusmaximum, kommt ein unterschiedlich starker magnetischer Impuls zustande. Damit der Deckel nicht zu stark mitschwingt ist normalerweise Schaumstoff auf den Auflageflächen angebracht ( damit wird auch die magnetische Verbindung unterbrochen). Wenn es nicht zuviel verlangt ist, sollten Sie diesen Umstand überprüfen, nötigenfalls etwas stärkeren Schaumstoff auf den mittleren Chassisträger und die frontseitigen Auflageflächen anbringen. Tesa Moll ist hier recht brauchbar.

Der andere Effekt ist auf den recht hohen Wirkungsgrad des Lautsprechers zurückzuführen. Über LS mit 98dB Wirkungsgrad machen hört man schon Restspannungen am Lautsprecherausgang um 0.5mV. Diese Störpegel kommem beim Hochfahren des V 50 am Ausgang als Signal an, sie sind durch kleine Unterschiede der Röhrenkennwerte während dieser Phase begründet, und sind kein problematisches Kriterium. Das gleiche gilt für das Verhalten im Stand by Modus, hier kommen ebenfalls kleine vernachlässigbare Restpegel zum Vorschein. Eine Endstufe zu konzipieren die unter allen Umständen weniger als 200µV Störgeräusch / Restbrumm produziert ist zwar machbar, aber fast schon eine akademische Sache. der V 50 MKII hat diesen niedrigen Pegel, aber nur im Normalbetrieb, im Stand by muss ich das mal überprüfen. Dieser Pegel ist aber auf jeden Fall von den eingesetzten Endröhren mitabhängig.
Bei ausgesuchten Endröhren sind Störpegel bis 100µV realisierbar. das entspricht dann einem Signal - Geräuschspannungsabstand von über 106dB, ein Wert der kaum noch verbessert werden kann.
Als Vergleich : "normale" Röhrengeräte produzieren im Leerlauf etwa 500 -1500µV Störgräusch am Lautsprecherausgang

Mit freundlichen Grüßen

Andreas ofmann




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