Abgeschickt von Andreas Hofmann am 21 Februar, 2005 um 19:59:26:
Antwort auf: Röhrenverstärker V70 oder Graaf GM-50 von Johannes am 19 Februar, 2005 um 18:31:03:
Guten Abend Johannes,
es wurde an anderer Stelle die Leistungsaufnahme erwähnt. Diese Zahl ( laut Graaf mindestens 340W ) sagt so natürlich niemand etwas genaues.
Diese Leistung wird komplett in Wärme umgesetzt, sie entspricht in etwa einem halben PS
340 W ist 3 x soviel wie z.B. der V 40 im Leerlauf braucht. Abgesehen von den Stromkosten steigt bei so einem Gerät natürlich auch die Innen - und Außengehäusetemperatur auf extreme Werte. Vom technischen Standpunkt ist es kaum einzusehen woher diese hohe Stromaufnahme herrührt, aber der Entwickler hat dieses Wunder wohl vollbracht. Gehen wir davon aus : die diversen Vorstufenschaltungen können unmöglich mehr als 130 W verbraten(das wäre schon ein sehr hoher Wert für die Vorstufensektion), bleiben als Rest 210 W. Diese Leistung wird in den Endröhren schon im Leerlauf verheizt.Ziehen wir davon die Heizleistung ab 210W - 38W = 172 W. Macht also pro Endröhre 43 W Verlustleistung. Somit wird bei dieser Endstufe offensichtlich schon im Leerlauf ein Grenzwert erreicht, bzw. knapp überschritten. den Rest kann man sich an zwei Fingern abzählen.
Im Gerät werden wohl mindestens 100 - 120 °C Temperatur erreicht, um die Langzeitqualitäten eines derartigen Konzepts braucht man sich nicht allzulange Gedanken machen. Gegenbeispiel T&A V10, dieser Verstärker braucht auch knapp 300 W, hier haben die Hersteller eine Lüfter im Boden spendiert. Immerhin.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Hofmann