Röhre nein danke? oder Tränen der Wahrheit


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Abgeschickt von Holger am 23 Juli, 2004 um 12:53:50

Hallo Leute, Grüße aus dem Norden.
Die Suche nach einem neuen Verstärker hat ein Ende.
Hier mein Erfahrungsbericht. Er spiegelt natürlich nur meine persönliche Meinung wieder.(Drei Leute, vier Meinungen)

Anfang des Jahres erstand ich meine neuen Lautsprecher
(KEF Reference 205), und stellte fest, dass der Rest der Anlage nun der limitierende Faktor war. Was tun? Zuerst sollte die Vor-/Endstufe von
Rotel( ein Relikt aus Surround-Zeiten ) ersetzt werden.
Also Testberichte lesen (vor dem Erwerb der KEF tat ich dies nicht, zum Glück)
Was stand da zur KEF: Verlangt nach stabiler Kontrolle, ein potenter Transistorverstärker sei Pflicht. Laut Testberichten unteranderem
erste Wahl: Bryston BPS 25 + BSST 4 (6300€), Mc Intosh MA 6900 (6900€). Also mit Freundin! (der beste Indikator der Welt, hierzu nachher mehr) zum Händler. Alle hier im Bericht genannten Verstärker wurden an KEF Reference 205 oder 203 (Mangels 205) gehört.
Musik: Nils Lofgren "ACOUSTIC LIVE", Kari Bremnes "SVARTA BJORN",
Copland "APPALACHIAN SPRING SUITE", Berstein "SUITE FROM CANDIDE".
Bryston Kombi: Schnell, kräftig, analytisch, das "gewisse Etwas" aber fehlt. Auch der Blick in die Augen meiner Freundin zeigt dies.
McIntosh: warm, träge, ein Schleier liegt über der Musik.
Das war also nichts. Daraufhin habe ich mit Redaktionmitgliedern der Image-Hifi und der Stereoplay telefoniert: "Kontrolle bei der 205 wichtig, Hybridverstärker vielleicht"
Laut eines Händlers vor Ort haben wir dann den Pathos LOGOS ("unsere Geheimwaffe an der 205") gehört: kein klar definierter Bass, höhen zu "kratzig".
Habe dann einem anderen Händler (Ruhrgegiet) mein Leid geklagt: Probiers mal mit ner Röhre! Na gut.
T+A V10: Schon ganz gut (bis dorthin unser Favorit), sehr gute Basskontrolle und luftig in den Mitten, Höhen ok.
Aber der Blick in die Augen meiner besseren Hälfte: es fehlt was-stimmt! Dann noch Lua Sonata SEL gehört: Das war wohl der "typische Röhrensound", weich, warm, schmeichelhaft. Ist aber nicht das, was wir suchen. Der T+A V10 könnte es sein
Letzter Versuch. Bei Hifi Fraune in Münster angerufen. Ich soll es doch mal mit dem OCTAVE V70 probieren. Na gut, gebe ich noch einer Röhre eine Chance. Will ich aber gegen einen T+A V10 hören. Hifi Fraune hatte Diesen nicht im Programm, besorgte ihn aber für mich (an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank)! Hörprobe:
Ja, der V10 klingt gut.
DANN aber der OCTAVE V70 (gehört mit 6550): DER HAMMER!!!
Auflösung vom Feinsten ohne zu nerven, ohne zu zerfleddern. Samtige Höhen, klare Mitten und ein tiefer, fester, schwarzer Bass. Alles wie aus einem Guss, schnell. Einfach musikalisch! Dichtet aber nichts dazu.
So muss es sein.
Der Blick (Ihr kennt ihn ja schon) : ja, daist es! Orginallton meiner Freundin: "Ich hab PIPI in die Augen"
Dann noch völlig selbstverständlich den Verstärker zum Probehören mit nach Hause bekommen und meine CD- und Plattensammlung neu entdeckt. So wie der Service der Fa. HIFI FRAUNE in Münster (ich möchte mich hier ganz besonders bei Herrn Goran Popadic bedanken) sollte er bei allen Händlern sein! Nach unserem Urlaub erwarte ich meinen V70. Er wird hier bei uns zuhause von Herrn Popadic angeliefert und aufgestellt. Danke auch an Herrn Hofmann, den ich mit Fragen löchern durfte. OCTAVE ist für mich High End exklusiv.
Also traut nur Euren eigenen Ohren (oder den Augen meiner Freundin) und nicht Testberichten. Grüße, Holger


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