Re: Eine Frage zum ... (noch was vergessen)


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Abgeschickt von Ted am 21 Juli, 2003 um 05:31:32

Antwort auf: Re: Eine Frage zum ... (noch was vergessen) von Lutz am 20 Juli, 2003 um 19:14:34:

Hallo Lutz!

Ich bin nicht sicher, ob ich das selbst absolut korrekt verstanden habe (ich lass mich da gerne korrigieren), aber hier mal das, was ich über Dämpfungsfaktor (ich nenne das gleich nur noch DF) weiß - das wird etwas länger, sorry:

Der DF ist abhängig vom Ausgangswiderstand eines Verstärkers und dem anliegenden Widerstand der Boxen (in der Regel wohl 8 Ohm). Er errechnet sich aus Boxenwiderstand/Ausgangswiderstand. Hat ein Verstärker einen Ausgangswiderstand von 0,5 Ohm, wäre der DF 16 (eben 8/0,5). Soviel zum Errechnen.

Lautsprecher, insbesondere die Bassmembrane, schwingen nach (was natürlich nicht gewünscht ist). Der Vertsärker hat nun die Aufgabe, eben dieses Nachschwingen zu verhindern bzw. zu "dämpfen" (man könnte besser sagen, der Verstärker soll das Membran bremsen um das Nachschwingen zu verringern).

Die Membrane erzeugen beim Nachschwingen durch Induktion einen Strom, welcher zurück in den Verstärker geschickt wird. Hat dieser nun einen sehr geringen Ausgangswiderstand (perfekt wäre überhaupt keiner, also 0 Ohm = unendlich großer DF), dann würde der Verstärker diesen Strom einfach kurzschliessen und das Nachschwingen so vermeiden.

Verstärker mit geringem Ausgangswiderstand und entsprechend hohem DF können also das Nachschwingen besser reduzieren (dämpfen). Und natürlich schwingen unterschiedliche Lautsprecher unterschiedlich nach, weswegen die Stereoplay diese Angaben von wegen "hoher DF benötigt" macht.

Man sollte also meinen, ein Verstärker mit hohem DF wäre besser als einer mit niedrigem DF. Theoretisch ist das auch so.

Wie üblich gibt es da dann das berühmte ABER.

Ein hoher DF wird meistens durch eine starke Gegenkopplung oder ähnliches "erkauft", was andere klangliche Nachteile mit sich bringt (das hier auszuführen würde den Rahmen aber sprengen, evtl. kann Herr Hofmann da noch mehr zu sagen). Viele sind jedenfalls der Ansicht, dass die Maßnahmen, die zu einem hohen DF führen, klanglich mehr schaden als der hohe DF nützt. Ergo sind nicht wenige der Ansicht, dass man lieber einen kleinen DF hat und dafür auf Gegenkopplung verzichtet.

Bei Röhrenverstärkern ist das Thema sowieso eigentlich fast egal, da es kaum möglich ist, einen Röhrenverstärker mit einem super geringen Ausgangswiderstand (und entsprechend sehr hohem DF) zu bauen.

Ich hoffe, ich liege mit meiner Beschreibung nicht ganz daneben. Es werden aber sicher einige hier in der Lage sein, dass weiter auszuführen und/oder meine Fehler zu korrigieren.

Gruß
Ted



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