Abgeschickt von Frank Söffing am 10 Juli, 2003 um 22:10:57
Hallo Herr Haslbeck,
gerne komme ich Ihrem Wunsch nach, meine Höreindrücke bezüglich des Vergleichs V40/V50 MkII zu schildern. Ich möchte allerdings herausstellen, dass es sich hierbei um rein subjektive Wahrnehmungen handelt ;-).
Die Hörprobe fand am 5. Juli bei Hirsch+Ille in Mannheim statt und wurde von Andreas Hoffmann selbst betreut.
Die Kette: T+A CD 1240, Octave V40/V50 MkII, B&W Nautilus 804 (803/802)
Interpreten: Sade/Diamond Live, Dire Straits/Sultans Of Swing, Paolo Conte, Richard Wagner/Ring
V40, der Feingeistige:
luftige, offene und detailreiche Widergabe / gerade bei komplexen Arrangements sehr gute Durchhörbarkeit / fast schon analytisch, ohne die dabei oft nervenden harten Hochton-Spitzen / dafür sorgt der so genannte „Glanz“, der Schuss Wärme auf den Höhen / trockener, präziser Bass
Highlight: „Private Investigation“ von den Dire Straits
V50 MkII, das Kraftpaket:
deutlich kräftiger, vor allem im Bass, und etwas wärmer als der V40, mit mehr Punch und Kontrolle, Stimmen kommen ungemein authentisch rüber, große Orchester werden auch so abgebildet, etwas kräftigere Klangfarben
Highlight: Paolo Conte, was für eine Stimme
Wer überwiegend große Orchester und Stimmen (vor allem laut) hört, ist mit dem V50 MkII sicherlich besser bedient. Wer das letzte Quäntchen an Information aus der Musik heraushören will, greift zum V40. Der ist keinesfalls schlechter als der V50, nur eben etwas anders.
Entscheidend sind letztendlich die individuellen Hörgewohnheiten. Um eine Hörprobe, wenn möglich, in den eigenen vier Wänden, wird niemand herumkommen.
Sorry, hört sich ein wenig nach STEREO-Rezension an ;-), lies sich aber nicht ganz vermeiden.
Mit freundlichen Grüßen
Frank Söffing