Abgeschickt von Rainer Rosskopf am 09 Juli, 2003 um 08:03:23:
Antwort auf: Multichannel vs V40 von Jörg-O. Loof am 08 Juli, 2003 um 23:11:42:
Hallo Herr Loof,
eigentlich wollte ich in diesem Forum nichts mehr schreiben, da ich vor einiger Zeit bei einem anderen Forumsteilnehmer etwas die Fassung verloren hatte.
Sorry nochmal bei allen Beteiligten!
Erst einmal möchte ich Sie für Ihre Frau beglückwünschen. Meine findet nämlich sowohl den V40 wie auch die KEF häßlich, und ohne eine Frau die das Hobby mitträgt machts halt keinen Spass. Immerhin gefällt ihr mein V50, auch wenn der nicht zeitgemäß ist (laut Presse natürlich).
Gerne möchte ich schildern, wie ich das Thema Multichannel für mich gelöst habe.
Ich bin vor mein CD-Regal gestanden und habe die ca.800 CDs durchgeschaut. Darunter waren 3 Hybrid-SACDs von den Stones, die wegen dem Remastering und nicht wegen der SACD-Spur gekauft hatte. Also meinen Wohnraum in ein Lautsprecherlager mit Couch mitten im Raum umbauen für 3 CDs? Nee!!
Dann habe ich mir Gedanken gemacht über die Aufnahmequalität dieser CDs. Von diesen 800 sind vielleicht 100 von guter bis sehr guter Aufnahmequalität. Die meisten davon stammen aus den 50er und 60er-Jahren, soviel zum Thema technische Entwicklung. Darum habe ich mich gefragt, was die heutigen Stümper von Tontechnikern bewegen soll es 5,6 oder 7 kanalig besser zu machen, wenn sie die 2 der CD schon nicht beherrschen. Von der gesteigerten Auflösung ihrer Unfähigkeit mal zu schweigen. Wenn sich Multichannel durchsetzt, dann dürfen wir uns auf jeden Fall auf Daniel Kübelböck von hinten links freuen und nicht auf höchstwertige Musik kleiner Labels. Denn diese können sich das Equipment für Multichannel gar nicht leisten.
Für mich steht fest, wenn die Versorgung mit CDs so schlecht wird, daß ich nach ihnen suchen muss, dann mache ich mir wieder Gedanken darüber. Momentan ist es ja anders rum. Wenn man in den Laden geht, wissen die Verkäufer gar nicht was SACD oder DVD-A eigentlich ist.
Lassen wir die Elektronikhersteller, Musikindustrie und deren Kettenhunde (die "Fach"-Presse) ihre Schwachsinnsidee doch ausbaden und uns nicht immer vor ihren Karren spannen.
Zum Schluß ist es zwar doch noch etwas heftig geworden, aber ich hatte echt einen dicken Hals.
Herr Hofmann geht da mit gutem Beispiel voran, und zeigt wie Musik vermittelt werden kann, ohne mit der Masse zu schwimmen. Drum bin ich gespannt, was er dazu zu sagen hat.
Viel Freude an Musik und keine Gedanken an Technik,
wünscht
Rainer Rosskopf